Eine neue Energiepolitik ist notwendig

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Neue Energiepolitik ist notwendig

Die Internationale Energietagung vom 24. Oktober 2009 in Prad am Stilfserjoch hat großes Interesse hervorgerufen und veranlasst uns, hiermit die wichtigsten Erkenntnisse an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Unerlässlich ist demzufolge eine Neuorientierung der Südtiroler Energiepolitik. Dabei sollen die erneuerbaren, regionalen Energiekreisläufe gestärkt werden, will man die zu erwartenden Versorgungsengpässe mit Gas und Öl verhindern.

windkraftanlage-mareinNotwendig ist die „Entpolitisierung“ der Energiewirtschaft. Die politischen Vertreter des Landes und der Gemeinden werden aufgefordert, nicht als Energieproduzent und -verteiler aufzutreten, sondern gerechte und nachhaltige Rahmenbedingungen für alle zu schaffen. Die direkte Wertschöpfung aus dem „Allgemeingut Wasser“ darf nicht weiterhin zur privaten Spekulation und Deckung von öffentlichen Haushalten dienen, sondern der Optimierung und Sicherung einer umwelt- und sozialverträglichen Energieversorgung. Die Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung und die Zusammenführung von Energieproduktion und -verteilung sind ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Strategie.

Die Grundvoraussetzungen sind in erster Linie die Energieeinsparung und die Effizienzsteigerung. Eine „autarke Energieregion Vinschgau“ schafft neben Versorgungssicherheit, Preisstabilität und lokaler Wertschöpfung, auch neue Perspektiven auf dem lokalen Arbeitsmarkt durch Produktion, Verteilung und Forschung. Mehrere Alpenregionen beweisen, dass sich damit auch Marketinginstrumente für eine nachhaltige Tourismuswirtschaft anbieten. Ähnlich wie in anderen Bereichen z. B. der Mobilität ist der erste Schritt zur Energieautarkie ein umfassendes Energiekonzept für den Vinschgau. Die darin festgelegten Ziele sind dann in einzelnen Schritten stufenweise umzusetzen. „Ein energieautarker Vinschgau ist möglich, man muss es nur wollen.“

Fast alle Referate der Internationalen Energietagung „Energieautarker Vinschgau – Vision oder Utopie“ sind auf dem Internetblog der Umweltschutzgruppe Vinschgau unter https://umweltvinschgau.wordpress.com abrufbar. Die Veranstaltung wurde vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz mitorganisiert und vom Vinschgauer Energiekonsortium, dem Energie Werk Prad, von Raiffeisen, der Autonomen Provinz Bozen Abteilung Natur- und Landschaft sowie dem Südtiroler Biomasseverband unterstützt.

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