Wir gratulieren dem Val Müstair und dem Schweizer Nationalpark zum UNESCO Biosphärenreservat

Das Val Müstair und der Schweizerische Nationalpark haben am 2. Juni 2010 die Auszeichnung für ein  371 Quadratkilometer grosses UNESCO Biosphärenreservat erhalten.

Der Nationalpark im Engadin ist das älteste UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz. Durch den Zusammenschluss mit dem Val Müstair wurde die Fläche mehr als verdoppelt. Die UNESCO hat der Erweiterung zugestimmt, da die seit 1995 gültigen Vorgaben teilweise erfüllt sind.

Der Nationalpark, 1979 zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt, wird mit dem Münstertal durch eine Pflege- und Entwicklungszone ergänzt. Der Internationale Koordinationsrat in Paris würdigte besonders die Anstrengungen der Bevölkerung des Val Müstair, auf demokratischem Weg einen regionalen Naturpark zu errichten und mit dem Nationalpark ein UNESCO Biosphärenreservat zu betreiben.

Gleichzeitig wurde von der Schweiz verlangt, dass die Anforderungen an eine Pflegezone, welche die streng geschützte Kernzone Nationalpark vollständig umgeben muss, bis Ende 2013 gesamthaft zu erfüllen sind. Zudem verlangt die UNESCO einen Managementplan für die gesamte Biosphäre.

Das UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair-Parc Naziunal besteht nun aus dem Nationalpark und dem Val Müstair, das die Pflege- und Entwicklungszone bildet. Die Fläche umfasst nicht nur Wildnisgebiet, sondern auch Kulturlandschaft, die über eine hohe Biodiversität verfügt.

Auch wir sind erfreut über diese hohe Anerkennung des Val Müstair gemeinsam mit dem Schweizer Nationalpark zum UNESCO Biosphärenreservat. Unsere Schweizer Nachbarn haben in den letzten Jahren einen konsequenten Weg beschritten, der es einerseits ermöglicht, einen nachhaltigen Tourismus auszuweiten und trotzdem die besonderen Naturlandschaften zu erhalten und sogar aufzuwerten.  Wir sind überzeugt, dass es auch für den Oberen Vinschgau und besonders für Taufers im Münstertal eine große Chance wäre, sich in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ebenfalls in diese Richtung zu bewegen. Wie die Kreispräsidentin und Direktorin von Biosfera Val Müstair Gabriella Binkert anlässlich unserer Erlebniswanderung „An den Ufern des Rambaches“ am 5. Juni 2010 in Val Müstair betont hat, legt die UNESCO großen Wert darauf, dass sich ein Biosphärenreservat weiter entwickelt. Auch der Graubündner Großrat Georg Fallet sieht in einer diesbezüglichen Zusammenarbeit eine große Chance für das gesamte Münstertal. Auf Schweizer Seite besteht also großes Interesse für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne einer Weiterentwicklung dieses  Biosphärenreservates. Wir hoffen, dass durch die aktuellen Diskussionen sich auch im Vinschgau das Interesse erhöht und die vielen Möglichkeiten die sich dadurch ergeben, erkannt werden.

Tageszeitung „Dolomiten“ vom 16. Juni 2010: „Eine gemeinsame Biosphäre“

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