Maßlos enttäuscht von Landesregierung: JA zu Asphaltierung in Prader Sand

Ein schwarzer Tag im Internationalen Jahr der Biodiversität für die Prader Sand! Wir sind maßlos enttäuscht über die Entscheidung der Südtiroler Landesregierung, dem Rekurs des Prader Bürgermeisters Hubert Pinggera stattzugeben und die Asphaltierung des Radweges durch die Prader Sand zu genehmigen. Anscheinend zählen einige fadenscheinige Argumente mehr als umfassende fachliche Gutachten. So hatten die zuständigen Landesbehörden bereits mehrmals und mit fachlich fundierten Argumenten die Asphaltierung in der Prader Sand abgelehnt. Auch das externe Gutachten eines Fachmannes fiel negativ aus und lehnte die Asphaltierung ebenso ab. Trotzdem hat sich die Landesregierung dem Rekurs des Prader Bürgermeisters vollinhaltlich angeschlossen. Damit wird der einzigartige Naturlebensraum der Prader Sand seine bisherige Natürlichkeit verlieren.Maßlos enttäuscht sind wir besonders vom Prader Bürgermeister Hubert Pinggera. Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau hatte als Bauträger des Radweges keinen Rekurs gegen die Ablehnung durch die II. Landschaftsschutzkommission gemacht. Stattdessen wurde  der Rekurs durch den Bürgermeister von Prad eingebracht.

Mit öffentlichen Steuergeldern wird derzeit ein Naturerlebniskonzept realisiert. Offensichtlich will man die Prader Sand für einen gefälschten Naturtourismus ausnutzen. Andererseits ist man jedoch nicht imstande, Maßnahmen für die Erhaltung und den Schutz dieses bekannten und sehr sensiblen Lebensraumes umzusetzen. Schon bei der Erstellung des Landschaftsplanes hat sich der Prader Bürgermeister vehement gegen eine angemessene Unterschutzstellung der Prader Sand gewehrt.

Wir appellieren an alle Naturfreunde, die Prader Sand noch so zu besuchen und zu fotografieren wie sie sich heute ohne Asphaltband präsentiert, in Kürze wird das leider nicht mehr der Fall sein. Bitte helfen auch Sie mit, unserem Protest in der Öffentlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Tageszeitung „Dolomiten“ vom 5.10.2010: „Radweg darf asphaltiert werden“

Tageszeitung „Dolomiten“ vom 8.10.2010: „Maßlos enttäuscht von Landesregierung“



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