Kahlschlag im Vinschgau

https://umweltvinschgau.files.wordpress.com/2011/04/kahlschlag-vinschgau-eyrs-laas-1.jpgWie viel ist eigentlich das Landschaftsbild im Vinschgau wert? Diese Frage muss man sich angesichts der Kahlschläge stellen, die in letzter Zeit entlang der Staatsstraße durchgeführt wurden. Auf der gesamten Strecke wurden an den Straßenrändern Sträucher und kleine Bäume abgehauen, obwohl keine Notwendigkeit dazu bestand. Kleine Bäume und Sträucher stellen kein Sicherheitsproblem für die Verkehrsteilnehmer dar, bringen aber zahlreiche Vorteile. So verhindern sie die Erosion und tragen dadurch zur Stabilität der Straßenränder bei. Staub und Abgasemissionen werden zurückgehalten und schützen den dahinter liegenden Raum. Sie bieten Lebensraum für kleine Tiere und stellen eine ökologische Aufwertung der Straßenränder dar. Außerdem stellen sie eine willkommene Abwechslung und einen Blickfang im ohnehin monotonen Landschaftsbild dar.

Die Umweltschutzgruppe Vinschgau bemüht sich seit einiger Zeit das Projekt „Blühende Landstraße“ umzusetzen, dessen Ziel darin besteht, die Straßenränder durch verschiedene Bepflanzungen aufzuwerten und die Artenvielfalt zu erhalten. Einige Gemeinden haben ihre Teilnahme am Projekt auch schon zugesagt, derartige Kahlschläge stehen in krassem Widerspruch zu diesen Bemühungen.
Zudem muss man sich fragen, wie ernsthaft die Forstbehörde ihre Aufsichtsfunktion wahrnimmt, wenn sie derartige Maßnahmen toleriert?

https://umweltvinschgau.files.wordpress.com/2011/04/kahlschlag-vinschgau-eyrs-laas-8.jpg https://umweltvinschgau.files.wordpress.com/2011/04/kahlschlag-vinschgau-eyrs-laas-7.jpghttps://umweltvinschgau.files.wordpress.com/2011/04/kahlschlag-vinschgau-eyrs-laas-3.jpg

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4 Gedanken zu „Kahlschlag im Vinschgau

  1. das sind ja nur Akazien, die dort geschlägert wurden. Die gehören nicht in das Vinschgau, sind importierte Pflanzen. Und es wird mit anderen, einheimischen Sträuchern alles wieder angepflanzt. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau sollte sich zuerst informieren, bevor geschrieben wird.

    • „Man muss sich fragen, warum die Straßenverwaltung im Vinschgau bzw. die Forstbehörde die Öffentlichkeit nicht vorher über die geplanten Maßnahmen informiert hat? Wir haben mit den Verantwortlichen der Straßenverwaltung in der Vergangenheit leider öfters schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn man sich z.B. die Alleebäume entlang der Straße anschaut, so werden diese alljährlich regelrecht verstümmelt, eine fachgerechte Baumpflege sieht unserer Meinung nach anders aus. Außerdem ist festzuhalten, dass nicht nur Akazien gerodet wurden, auch Niedrighecken und andere Baumarten (z.B. kleine Lärchen im Langtaufertal) wurden gefällt.
      Die Umweltschutzgruppe Vinschgau begrüßt es sehr, wenn jetzt einige Tausend ortstypische Heckensträucher gepflanzt werden, dies ist auch im Sinne des Projektes „blühende Landstraße“ eine willkommene Aktion. Wir werden auch unter den ersten sein, die nach Abschluss der Arbeiten lobende Worte an die Straßenverwaltung und Fostbehörde richten werden.“

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