Spritzmittel im Obstbau – gesundheitsschädlich?

Am Donnerstag 3. November 2011 findet um 20,00 Uhr im Kulturhaus von Mals eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung zu folgendem Thema statt:

Spritzmittel im Obstbau – gesundheitsschädlich?

Wie belastet sind unsere Wiesen? Analyseergebnisse von Heuproben im Vinschgau

Die Toxikologin Frau Prof. Dr. Irene Witte von der Universität Oldenburg wird dazu referieren. Der Bund Alternativer Anbauer, Bioland Südtirol und die Umweltschutzgruppe Vinschgau freuen sich auf zahlreiche TeilnehmerInnen.

Einladung: Spritzmittel im Obstbau – gesundheitsschädlich?

Pressemitteilung: Presseaussendung – Veranstaltung – 3. Nov. 2011 – Mals

Biozide  – Krebserkrankung durch gemischte Expositionen und Schadstoffe:

Laudatio für Prof. Dr. Irene Witte anlässlich der Verleihung der Rachel-Carson-Medaille

Internet-Links – Pestizide

Tageszeitung Dolomiten vom 29.10.2011: Breiterer Raum – Veranstaltung zum Thema Pestizide

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2 Gedanken zu „Spritzmittel im Obstbau – gesundheitsschädlich?

  1. Die Erkenntnisse von Prof. Witte kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Wie schildert man 58 Jahre leben? Das Umfeld war geprägt von Kokerei, Brikettfabrik, Chemiewerk, landwirtschaftliche Lehre als Zootechniker, verschimmelten Wohnungen (ab 5. Lebensjahr bis 1970, dann von 2002 bis 2010). Meine Mutter verstarb in diesem Umfeld 52-jährig. Sie vollbrachte 7 Geburten in nicht gerade verwöhnten Zeiten, was allein die Ernährung betrifft. So arbeitete sie in der Kohlestaubverladung nach dem 2. Weltkrieg. Dennoch wurden aus ihren Kindern leistungsfähige Menschen. 2 studierten Sport bzw. Maschineningenierwesen (Autor des Kommentares). Ich betrieb 20 Jahre Kraftsport mit sehr guten Ergebnissen und ohne gesundheitliche Probleme. Ab 2002, nach dem Umzug wegen Abriss der alten Wohnung, verschlechterte sich mein Gesundheitszustand brachial, Psoriasis, brennende Augen, Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen, Blutdruck bis 260/180, Krämpfe, Lähmungen und enorme Einschränkungen meiner geistigen Fähigkeiten. Kein sichtbarer Schimmel, aber 2010, nach mehreren Wasserschäden im Haus und 2 Überschwemmungen mit Fäkalien unserer Wohnung, stellte die Versicherung und das Gesundheitsamt unter dem Fußbodenspannteppich Schimmel fest. In allen Zimmern wurde auf den Möbeln eine Sporen- und Bakterienbelastung im Labor nachgewiesen, die einer Müllhalde entsprechen, trotz solider Reinigung. Dazu kommen noch 6 Funkantennen auf dem Dach. Im LTT Test wurden schon 2004 Antikörper auf Aspergillus und Penicillium festgestellt. Ebenfalls wurde der Verdacht auf Quecksilbervergiftung diagnostiziert. Das Verlassen der Wohnung brachte nach 4 Wochen eine enorme Verbesserung meiner geistigen Fähigkeiten (z.B. Lesen, logische und klare Gedanken entwickeln, und vor allem sich das Gelesene zu merken und wieder anzuwenden). Nun lerne ich seit 1,5 Jahren, was kann ich noch betreten oder essen, ohne Beckenschmerzen, Müdigkeit, Mundentzündungen bzw. Schwindel zu vermeiden. Die Wirkung von Schimmelpilzen, Mykotoxinen und Elektrosmog kann ich eindeutig mit dieser Wohnung und meinen Reaktionen in einen Zusammenhang bringen. Beim Allergologen bekomme ich einen Schock, wenn ich das Prick-Test-Zimmer betrete (3 Tests – 3 Schocks mit Desorientierung und 3 tägiger bis 3 wöchiger Unfähigkeit etwas zu tun). Bisherige Diagnosen: Genetisch, Somatisierung, Nerven und Muskelschäden, unbehandeltes Schädelhirntrauma, Schleudertrauma, schwere Lumbalgie, Wirbelfrakturen, Karpaltunnelsyndrom, chronisches Schmerzsyndrom, Immunschwäche, Simmulanz, doch 4 Gutachten sagen einmal keine Aggravation, keine psychiatrische Erkrankung. Die bisher konsultierten Baubiologen und Anwälte sagen von vornherein, ihre Krankheit wird nicht den Wohnverhälnissen zugeschrieben werden. Bin ich aber an der frischen Luft, habe ich das Gefühl, ich könnte wieder Sport treiben. Wir haben alles verschrottet, weil jedes Blatt Papier, Urkunden aus dieser Wohnung, umhaut. 70.000,- € Verlust, na und, ich beginne wieder zu leben, auch mit starken Einschränkungen und Verzicht. Bekannte und Verwandte zu besuchen, ist riskant. da nach Böge u.a. 50 bis 80% der Wohnungen verschimmelt sind. Verschimmeltes Futter für Pferde ist problematisch, aber für den Menschen nicht, wie die Urteile der Gerichte zeigen. In solch einer Wohnung atmet man und ißt mit jedem Teller, Besteck, Brot, Zahnbürste usw. Bakterien, Sporen, Mykotoxine mit antibiotischer Wirkung über das normale Maß weit hinaus. Warum schreibe ich das, weil man nicht verstanden wird und vom Vermieter, Rechtsanwälten, gerichtlichen Gutachter und unserem Gesundheitsamt diskriminiert wird.Bis auf wenige Ärzte, auch jener, der mir das Leben gerettet hat wird diffamiert. Fragt doch die Richterin, ob in der Wohnung eine Gesundheitsgefährdung bestand.
    Angesichts dieser Erfahrungen, habe ich ein großes Problem. Ich rettete einer Familie ihr Haus, in dem ein Brand ausbrach. Ich hörte das Schreien der Tochter und sah schon den Qualm. Der Schaden war damals ca.10.000,-DM (1997). Alle waren mir dankbar, auch die Versicherung. Die Feuerwehr fand zum Glück den Ort nicht, sagte der Versicherer, sie haben das Doppelhaus gerettet, denn die Feuerleute hätten nach seiner Erfahrung nur noch den Strahl reingehalten. Seit dem bin ich mit dieser Familie befreundet. Das Haus liegt unmittelbar neben einer Obstplantage (ca. 50m). Sie und ihre Nachbarn bauten alle neu, Da lag die Obstplantage noch ca. 700m entfernt. Die gesundheitliche Statistik zeigt mir nun, Familienvater mit Tumor und Anfällen, Mutter ist schwerhörig und mißtrauisch, nachvollziehbare Verlustängste (Beruf, Grundstück), Der Nachbar, Bruder des Familienvaters, verstarb mit 38 Jahren, ohne Anzeichen von Krankheit, die bekannt wären. Eine weitere Nachbarin wurde mit 26 Jahren an Bustkrebs operiert. 4 Häuser und diese Häufung von schweren Erkrankungen. Welchen Einfluss hat wohl die Obst- und Spargelanlage? Ich weiß nicht, ob die Familien schon mal darüber nachgedacht haben, sie leben vegetarisch bzw. vegan, um gesund zu werden. Der Familienvater bräuchte dringend Hilfe, ich ging mit zum Arzt, aber dieser verstand mich nicht, sondern verabreicht Psychopillen und gut. Dabei tritt dieser Mann unkontolliert einfach weg, erstarrt und weiß von nichts mehr. Dies führte schon zu einigen Unfällen, mit Auto auf dem Acker gelandet und kürzlich mit dem Fahrrad ins Auto gefahren. Er kann sich nicht gut verteidigen und bekam Mitschuld. Er lässt sich aber von seiner Freiheit nicht abbringen. Die Familie steht täglich Ängste aus, während sie arbeiten bzw. studieren.

    • Sehr geehrter Herr Lehmann, vielen Dank für Ihren ausführlichen Erlebnis- und Erfahrungsbericht. Es ist sicher so, dass man vielfach die Auswirkungen chemischer Substanzen und ganz besonders deren Kombinationswirkungen nicht gründlich erforscht hat. Zudem werden die Menschen nicht ausreichend davon informiert und vor deren Risiken gewarnt. Ein weiteres Problem ist die sehr mangelhafte Sensibilität der Politiker und Entscheidungsträger. Unsere Politiker hätten die Aufgabe, sich für die Gesundheit ihrer Bürger einzusetzen. Stattdessen lässt man die Bürger eher im Regen stehen. In Südtirol gibt es diesbezüglich ein spezielles Problem, nämlich das Nebeneinander des intensiven Obstbaus und des biologischen Obstbaus sowie der Viehwirtschaft. Immer wieder gibt es starke Belastungen durch Pestizide. Wir plädieren daher für eine klare und kontrollierbare Regelung und für eine starke Förderung der biologischen Landwirtschaft. Beste Grüße und alles Gute! Umweltschutzgruppe Vinschgau – Südtirol

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