Pestizide machen krank – Trotz Grenzwerten – Pestizid schädigt Gehirne Ungeborener – Chlorpyrifos in Agrios-Richtlinie zugelassen

Weltweit werden Pestizidwirkstoffe in rund 5.000 unterschiedlichen Spritzmitteln verwendet. Diese große Vielfalt von Schadstoffen kann, je nach Wirkungsweise, jede unserer elementaren Körperfunktionen gefährden. Viele Toxikologen halten die existierenden Grenzwerte für nicht ausreichend. Südtirol ist dabei keine Insel der Seeligen. Immer wieder gibt es Probleme mit der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, Bewohner von Häusern in unmittelbarer Nähe von Obstanlagen machen sich Sorgen um ihre Gesundheit, Biobauern werden durch die Abdrift von Pestiziden durch ihre Nachbarn geschädigt, die Grünlandwirtschaft wird zurückgedrängt, der Getreideanbau wird ebenfalls durch mögliche Abdriftprobleme von konventionellen Obstanbauern beeinträchtigt, die Artenvielfalt nimmt stark ab und mittlerweile ersetzen Betonstangen und Monokulturen, die bisherige vielfältige Natur- und Kulturlandschaft. Gewässergräben werden zugeschüttet, verrohrt und kanalisiert, oft auch mit Pestiziden „mitgespritzt“, Hecken verschwinden, Feuchtbiotope werden trocken gelegt. Wir sind sehr besorgt über die derzeitige Entwicklung im Mittel- und Obervinschgau. Auch die so genannten Agrios-Richtlinien werden nicht so umgesetzt wie sie eigentlich müssten.

„Pestizide machen krank“ – Greenpeace 8/2003

Auch in Analysen, die im Obervinschgau gemacht worden sind, wurden bedenkliche Agrargifte festgestellt (siehe Stellungnahme von Frau Prof. Witte und weitere Berichte auf diesem Internet-Blog) u.a. auch Chlorpyrifos. Der Einsatz von Chlorpyrifos ist in den Agrios-Richtlinien 2012 in Südtirol zugelassen. Lesen Sie dazu den aktuellen Online-Bericht von Spiegel-Online und die aktuellen Agrios-Richtlinien:

Pestizid schädigt Gehirne Ungeborener – Spiegel Online 01.05.2012

 

Agrios-Richtlinien 2012 deutsch

Krebsneuerkrankungen in Südtirol (Quelle: http://www.krebshilfe.it/informationen.htm)
Jedes Jahr erkranken 2.397 Menschen in Südtirol neu an Krebs. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zunehmen wird. Der Grund: Die Menschen werden immer älter und Krebs ist eine Erkrankung, von der insbesondere ältere Menschen betroffen sind. Mit rund 289 Neuerkrankungen im Jahr ist Prostatakrebs in Südtirol heute die häufigste Krebsart beim Mann. Hauptgrund hierfür ist der wachsende Anteil älterer Männer. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren. An zweiter Stelle steht beim Mann Darmkrebs mit 162 Neuerkrankungen. Lungenkrebs belegt bei den Männern mit 146 Erkrankungen pro Jahr Platz drei. Häufigste Krebsart der Frau ist Brustkrebs. Jährlich erkranken über 247 Frauen in Südtirol neu daran. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Über 40 Prozent der betroffenen Frauen sind jünger als 60 Jahre. An zweiter Stelle steht bei den Frauen Darmkrebs mit 137 Neuerkrankungen. Bei den Frauen steigen sowohl die Rate der Lungenkrebs-Neuerkrankungen als auch die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs. Die Ursache: Immer mehr Frauen rauchen! Prävention und Früherkennung sind die wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Krebs.

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4 Gedanken zu „Pestizide machen krank – Trotz Grenzwerten – Pestizid schädigt Gehirne Ungeborener – Chlorpyrifos in Agrios-Richtlinie zugelassen

  1. unfassbar! wir sind wirklich ein gerädertes Volk: Massentourismus und Pestizide „betäuben“ uns, machen uns taub und stumm. Nicht mal unsre Kinder sind wir im Stande zu schützen. Leben wir in einer Diktatur? Ist das Selbstverschuldung, weil wir nur dem Geld hinterher laufen? Oder ist die Verdummung das Ergebnis von VERGIFTUNG: jedenfalls steigen die Krebsraten fast geometrisch, laut letzter Publikation in den Dolomiten und AltoAdige. Bei uns gibt es keine Kritik, jedenfalls schlucken wir alles runter: das wäre eine Studie wert: was für ein Volk! Hatten die Politiker mit uns allen leichtes Spiel: MINDERHEIT, „ETNISCHER PROPORZ“, SUBVENTIONSPOLITIK……..alles, um uns „klein zu halten“? Fragen über Fragen…….

  2. Was uns auffällt ist, dass gerade im März, wo so viele Bienen schon ausschwärmen und um die Blüten der Mandelbäume , der Löwenzahn und anderer Blumen sich befinden, massiv von den Bauern gespritzt wird. Der Geruch von diesen Pestizieden geht einem nicht mehr aus der Nase wenn man auf den Wanderwegen spaziert.

  3. Ja es ist unglaublich:die Bienen sind in Schwärmen aus UND ES WIRD SKRUPELLOS GESPRITZT im ganzen Land!wir schreiben deärz 2014 ,die Natur ist grad erwacht und ort massive Giftspritzung.TEILWEISE ERSTICKT MAN AUF WAALWEGEN VOM GESTANK DES GIFTES! Urlaubsland Südtirol?

  4. wieviele der 2397 jaehrlich festgestellten Krebserkrankungen in Suedtiroler sind auf Pestizide zurueckzufuehren ?? Der Suedt.Sanitaetsbetrieb hat da sicher Daten oder ?? Dr. Comploj hat der Tageszeitung mitgeteilt das die Ursache der Unfruchtbarkeit, besonders in der Sommerzeit, bei vielen Bauern die von ihnen verwendeten Spritzmittel sind.

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