Unstimmige Almerschließungs-Straße im Schutzgebiet – Geplatzte Sanierung der Moar-Alm

Geplante Straße durchs Schutzgebiet und steiles Gelände zur Moar-Alm

Vom Schrofl–Sattel in der Fraktion  Katharinaberg in  Schnals soll ein 2,4 km langer Weg bis zur Moaralm gebaut werden. Bis zum Schrofl–Sattel führt bereits ein Weg. Der neue Weg führt durch zum Teil stark erosionsgefährdetes und steiles

Gelände. Die Moaralm ist Teil des Natura  2000 Gebietes „Pfossental“ und befindet sich im Naturpark Texelgruppe.

Das Vorhaben zum Bau eines Erschließungsweges wurde von der Dienststellenkonferenz im Umweltbereich negativ beurteilt, da es mit den Schutzzielen nicht

vereinbar ist. Auch liegt  ein negatives Natura-2000-Verträglichkeitsgutachten vor. Die Beschwerde des Antragstellers gegen das Gutachten der Dienststellenkonferenz wurde von der Landesregierung mit Beschluss Nr. 1090 vom 16.07.2012 einstimmig angenommen.

Nach Durchsicht der Unterlagen  stellen die USGV, die AVS-Ortsstelle Schnals und das AVS-Referat für Natur und Umwelt unhaltbare Argumente als Baubegründung und verschiedene Unstimmigkeiten fest.

Die einzelnen Kritikpunkte entnehmen Sie bitte dem offenen Brief.

Offener Brief an die Landesregierung bezüglich Straßenprojekt auf die Moar-Alm in Katharinaberg

Antwortschreiben des Landeshauptmannes vom 20.12.2012

An diesem Beispiel soll verdeutlicht werden, mit welchen Argumenten als Baubegründung die Landesregierung (einstimmig) privaten Projektträgern schwerwiegende Eingriffe in Schutzgebiete genehmigt, die Gutachten der landeseigenen Fachkommissionen ignoriert und Steuergelder in Zeiten des Sparens verschleudert.

Bereits im Jahre 2000 wurde vom Amt für Naturparke ein Projekt zur Sanierung der Oberen Moar-Alm ausgearbeitet  und von den zuständigen Gremien genehmigt. Für die Sanierung der kulturhistorischen Baulichkeiten wurden damals 99.159,72 Euro zur Verfügung gestellt. Die Besitzer der Oberen Moar-Alm erklärten im Gegenzug auf die Erschließung der Alm durch einen befahrbaren Weg zu verzichten. Lesen Sie dazu weitere Informationen im nachfolgenden Bericht der Neuen Südtiroler Tageszeitung:

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 7.3.2013: „Geplatzte Sanierung“

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 9.1.2013: „Nur 450 Meter“

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 5.12.2012: „Offene Fragen“

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 13.12.2012 –  Interview mit Landeshauptmann Durnwalder: „Beide Standpunkte berücksichtigen“

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 6.11.2012: „Jeder Alm ihre Straße“

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Ein Gedanke zu „Unstimmige Almerschließungs-Straße im Schutzgebiet – Geplatzte Sanierung der Moar-Alm

  1. 18.6.2015
    Heute zur Moar-Alm, zurück über die neue Straße: das ist keine Forststraße oder ein Wirtschaftsweg, das ist eine zukünftige Touristenstraße. Breit, dass zwei Autos sich begegnen können, unzählige Ausweichen -ich kenne viele Straßen hier, aber das ist ein verdächtiges Projekt. Verfallene Gebäude, aber eine Super-Straße: was plant der Eigentümer an diesem prominenten Platz mit dem weit und breit spektakulärstem Blick auf Gipfel und Täler, mit Sonne ohne Ende? Da ist eine touristische Attraktion geplant, die mit Landschaftsschutz und Almwirtschaft nichts mehr zu tun hat. Ich kenne die Alm seit 30 Jahren und bin Stadt-+Regionalplaner -da ist etwas Übles dahinter, sagt mir meine Erfahrung und mein Blick!

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