Zuerst die Bienen, dann wir? Südtirols Bienen am stärksten mit Pestiziden verseucht, Behörden schweigen!

2013-2303-abdrift-obstbauNeue Untersuchungen befassen sich mit dem Einfluss der Neonicotinoide auf den Menschen. Sie können die Entwicklung des kindlichen Gehirns negativ beeinflussen. Die beiden untersuchten Stoffe lmidacloprid und Acetamiprid beeinträchtigen die Entwicklung von Neuronen und die Bildung von Hirnstrukturen, die mit Lern- und Gedächtnisfunktionen zu tun haben. Abbauprodukte der beiden Stoffe konnten bereits im menschlichen Harn nachgewiesen werden.

Es muss davon ausgegangen werden, dass auch der Mensch über seine Nahrung tagtäglich Neonicotinoide aufnimmt .Die langfristigen Folgen davon sind völlig unbekannt.

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zieht daraus bisher den Schluss, dass die Grenzwerte für diese Stoffe herabgesetzt werden sollen. Sie empfiehlt zudem weitere Untersuchungen und schlägt vor, dass vor der Zulassung neuer Mittel, zukünftig Studien vorgelegt werden müssen, ob deren Substanzen die Hirnentwicklung beeinflussen können.

Die Hersteller der Neonicotionoide bestreiten einen möglichen Einfluss auf den Menschen.

Die Vergangenheit belehrt uns deutlich genug, dass solche Einflüsse oft viel zu spät anerkannt und deshalb auch die Konsequenzen daraus zu spät – oder gar nicht gezogen wurden.

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 6.2.15: „Verseuchte Bienen“

„Ein unabhängiges Labor mit Sitz im Veneto hat tote Bienen auf Spritzmittelrückstände analysiert. Das ernüchternde Ergebnis: Die am stärksten verseuchten Bienen stammen aus Südtirol.“ Neue Südtiroler Tageszeitung vom 6.2.15

Wir haben es in der Hand, heute mit einem konsequenten Verbot aller systemisch wirkender Pestizide nicht die gleichen Fehler wieder zu tun. Erschreckend und alarmierend ist die Tatsache, dass Zusammenhänge zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Südtirol bewusst verschwiegen werden (siehe Bericht der Neuen Südtiroler Tageszeitung vom 06.02.2015). Genauso wurden und werden die Ergebnisse von Pestizidanalysen heruntergespielt, die die Umweltschutzgruppe Vinschgau in den letzten Jahren auf Schulhöfen, Kinderspielplätzen, in Biotopen, neben Radwegen usw. durchgeführt hat. Es ist ein Skandal, wie in Südtirol damit umgegangen wird. Behörden, Lobbys und Interessenvertretungen verschweigen, verhindern, bagatellisieren und dies auf Kosten unserer Gesundheit.

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