Vandalenakt im Lichtenberger Palabirn-Anger

Mit Gift gegen Naturdenkmal

Mit Gift gegen Naturdenkmal

Vor wenigen Tagen wurde im Palabirn-Anger in Lichtenberg von bisher unbekannten Tätern ein Vandalenakt verübt. An 2 der über 200 Jahre alten und kerngesunden Palabirn-Bäumen wurden mehrere Löcher gebohrt, ebenso an einer stattlichen Esche. Offensichtlich wollte man diese besonderen Bäume vergiften und dem gesamten Ensemble großen Schaden zufügen. Derzeit läuft nämlich ein amtliches Verfahren für die Ausweisung dieses ökologisch wertvollen und kulturhistorisch landesweit bedeutsamen Lichtenberger Palabirn-Ensembles mit insgesamt 11 Bäumen als Naturdenkmal. Dem gegenüber stehen verschiedene BIMG_0623auprojekte der Gemeinde Prad am Stilfserjoch. Anstatt sich für illegale, strafbare Missetaten im Dunkeln hinreißen zu lassen, sollte man wenigstens die Courage haben, öffentlich die eigenen Argumente zu äußern.

Wir verurteilen aufs schärfste diesen rücksichtslosen Vandalenakt. Die zuständigen Behörden sind über diesen Umweltfrevel bereits informiert. Für zweckdienliche Hinweise die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind wir sehr dankbar. Informationen dazu werden streng vertraulich behandelt

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3 Gedanken zu „Vandalenakt im Lichtenberger Palabirn-Anger

  1. Pingback: Der Palabirn-Frevel (und mögliche Maßnahmen). – Brennerbasisdemokratie.

  2. Ich hätte nie gedacht, dass es in meinem schönen Ferienland sowas wie in der Piefkesaga gibt. Solche Taten lassen sich aber recht gut ermitteln:
    das Vorhandensein von Ortskenntnis grenzt den Kreis der Verdächtigen bereits ein -zumindest den der Auftraggeber.
    „Wem nutzt es wirtschaftlich“ engt es noch weiter ein.
    Und ein offenes Ohr für des Flüstern über die Tat -mit der sich immer Jemand brüstet- führt in den engsten Kreis.
    Und es muss Jemand sein, der glaubt, die Auseinandersetzung zu verlieren -sonst würde er nicht kriminell vorgehen.
    Und es müssen Unkundige sein -von diesen Löchern stirbt kein starker Baum, normalerweise.

    Völlig unabhängig von der Beantwortung der Frage, ob es aus irgendeinem Grund sinnvoll sein könnte oder nicht, diese Bäume zu fällen, ist kriminelles Vorgehen durch nichts zu rechtfertigen.

    Vielleicht hätten die Sachbeschädiger oder deren Auftraggeber besser die Idee oder das Angebot in die Welt setzen sollen, einen doppelt so großen Ausgleichswald mit vernünftig großen Bäumen anzulegen. Das geht nunmehr kaum noch, weil sich Jemand, der diesen Vorschlag jetzt machen würde, in den Kreis der Verdächtigen einreiht. Aus meiner Ferne ist unverdächtig reden, obwohl ich mindestens seit 40 Jahren nahezu jedes Jahr ins Vinschgau komme.

    • Palabirnanger in Lichtenberg zum X…

      Die Beschädigung der beiden hochstämmigen Palabirnbäume und die der Esche ist sicher nicht der richtige Weg, der Umweltschutzgruppe Vinschgau und dem Heimatpflegeverein den Unmut über deren Antrag zur Unterschutzstellung des gesamten Angers auszudrücken, aber durchaus nachvollziehbar…
      Die Gemeindeverwaltung von Prad war von Anfang an bemüht, durch eine Verbauung im bestehenden Wohngebiet Auffüllzone „B“ die vorhandenen hochstämmigen Bäume zu erhalten. Die Tatsache, daß durch die Realisierung von 4 Einfamilienwohnhäusern für den geförderten Wohnbau ein einziger Palabirnbaum geopfert werden muß, bestätigt den sensiblen Umgang in dieser Zone. Für dieses Bauvorhaben hat die Gemeinde einen Landesbeitrag von € 395.000.- erhalten. Der Erhalt eines einzigen Baumes würde den Bau von 2 der 4 geplanten Wohnhäuser verhindern und die damit verbundene Rückerstattung von € 197,500.- von Seiten der Gemeinde an die Landesregierung zur Folge haben. Ob dies gerechtfertigt ist, sollte jeder selbst entscheiden…
      Die Unterschutzstellung des gesamten Angers mit dem damit verbundenem Bauverbot könnte durchaus bedeuten, daß in einigen Jahren alle 11 Palabirnbäume durch ähnliche Delikte zur Gänze verschwinden könnten.

      Werner Egger
      Bürgermeister-Stellvertreter der Gemeinde Prad

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