Eingriffe am Naturnser Sonnenberg geplant

Eingriffe am Naturnser Sonnenberg geplant

Presseaussendung vom Heimatpflegeverein Naturns-Plaus, Alpenverein Untervinschgau und Umweltschutzgruppe Vinschgau.

Der Tourismusverein Naturns hat 2 Projekte mit den Titeln „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges mit Aussichtspunkt auf Juval und dem Vinschgau“ sowie „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges zwischen Unterstell und Innerforch“ im Bauamt der Gemeinde Naturns eingereicht.

Einleitend sei erwähnt, dass der Naturnser Sonnenberg heute schon aufgrund der sonnigen Lage, der guten Erreichbarkeit, der von der Natur geschaffenen Aussichtpunkte, dem ausreichenden Wegenetz ein attraktives Ausflugsziel darstellt. Ob derartige schwerwiegende Eingriffe und aufgeführte Kunstbauten vertretbar sind, wird bezweifelt. Vielmehr ist es unsere Aufgabe die von den Vorfahren überlassene Natur- und Kulturlandschaft an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Das erste Projekt „Errichtung eines familienfreundlichen Wanderweges mit Aussichtspunkt auf Juval und dem Vinschgau“ wurde von der Baukommission der Gemeinde Naturns abgelehnt. Das bedeutet aber nicht, dass es endgültig fallen gelassen wird. Deshalb nochmals die wichtigen Eckdaten:

Unweit vom Hof Unterstell ist bereits eine störende und weitausladende Aussichtsplattform in die Landschaft gesetzt worden. Zwischen den Höfen Unterstell und Patleid sollte eine neue überdimensional große Aussichtsplattform in Richtung Juval und dem Vinschgau errichtet werden, welche 6 m über das Gelände hinausragt und eine Breite von 4,5 m aufweist. Dafür wären auch eine neue 2,5 m breite Zufahrt und ein neuer Weg mit 1,5 m Breite, sowie auf einigen Abschnitten eine 4,5 m hohe Stützmauer nötig. Und das in einer weitgehend unberührten Landschaft.

Beim zweiten Projekt geht es um die Neutrassierung des bestehenden Wanderweges von Unterstell nach Innerforch. Um den Weg wie geplant einzuebnen und zu verbreitern, ist im ersten Abschnitt eine 20 m lange und bis zu 3,1 m hohe Stützmauer vorgesehen. Im zweiten Abschnitt, zwischen der bereits bestehenden Aussichtsplattform und der Druckleitung, sollen 2 neue Kehren errichtet werden.

Im dritten Abschnitt, ab der Druckleitung bis zur Straße nach Innerforch, soll der bestehende Weg auf 1, 5 m verbreitert und eingeebnet werden.

Diese Maßnahmen stellen einen massiven, unnötigen Eingriff in die wertvolle Landschaft dar. Deshalb schlagen die 3 Vereine Folgendes vor:

Die Maßnahmen im ersten Abschnitt können im Sinne eines Kompromissvorschlages akzeptiert werden, um den Zugang zur bestehenden Plattform auch älteren Menschen und Familien mit Kindern zu erleichtern.

Ab der Plattform soll man davon absehen die geplanten 2 Kehren zu errichten, sondern den bestehenden Weg behutsam verbessern.

Ab der Druckleitung soll der historische Weg erhalten bleiben. Er soll nicht mit Baggern auf 1,5 m verbreitert und eingeebnet, sondern wo nötig manuell ausgebessert werden.

Naturns, den 3.3.2017

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